WENNS

Englisch: IFS

Prüft mehrere Bedingungen nacheinander und gibt das Ergebnis der ersten zurück, die zutrifft.

=WENNS(Prüfung1; Wert1; [Prüfung2; Wert2]; …)

Prüfung1
Die erste Bedingung, z. B. E2>=120%.
Wert1
Ergebnis, wenn Prüfung1 zutrifft.
…
Weitere Paare. Als letztes Paar WAHR; Ergebnis für alle übrigen Fälle.

WENNS ersetzt verschachtelte WENN-Formeln. Statt WENN in WENN in WENN schreibst du die Fälle einfach nacheinander auf.

Beispiel: Bonusstaffel

Zielerreichung abBonus
120 %3.000 €
100 %1.500 €
90 %500 €
=WENNS(E2>=120%; 3000; E2>=100%; 1500; E2>=90%; 500; WAHR; 0)

Dasselbe mit verschachteltem WENN:

=WENN(E2>=120%; 3000; WENN(E2>=100%; 1500; WENN(E2>=90%; 500; 0)))

Die zwei Regeln

  1. Reihenfolge: WENNS nimmt die erste zutreffende Bedingung. Bei Staffeln mit >= also immer mit der höchsten Stufe beginnen.
  2. Auffangfall: Ohne WAHR; … am Ende liefert WENNS #NV, wenn keine Bedingung zutrifft.

WENNS oder ERSTERWERT?

Prüfst du nur, ob ein Wert gleich einem bestimmten Kürzel ist („A“, „B“, „C“), ist ERSTERWERT kürzer. Für Bereiche mit >= ist WENNS richtig.

WENNS gibt es ab Excel 2019 und in Microsoft 365.

Typische Fehler

  • Falsche Reihenfolge

    =WENNS(E2>=90%;500;E2>=120%;3000;…) gibt auch bei 130 % nur 500 €, weil die erste Bedingung schon zutrifft.

  • Auffangfall vergessen

    Unter der niedrigsten Stufe erscheint #NV statt 0.

  • Grenzen fest in der Formel

    Ändert sich die Staffel, müssen alle Formeln angepasst werden. Besser: Grenzen in Zellen schreiben und mit $ darauf verweisen.

Selbst üben

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